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| Willekomen | das Christoffel Konsort | |
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update 28JULI 2010
| Seyd willekomen | |
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Seyd
willekomen, liebe liute / hiero stan ich alze nunmere vor iuch
umde füele mich höch geeret / daz irs geruochent und uerlobet
A lze wil ich mirs ouch nit nemen lan / iuwer feste ze bericheren wyt bin ich gelouffen / doch enhan ich doch uff myner rys mannigfaltige kunst und liedlin erlernet / so hört die weysen der rapperswiler / swiez erklung in alter zyt / by den hohen herren denen zuo dienen / ich mich erfröwente
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| VeranstaltungsKalender | ||||
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An folgenden Veranstaltungen kann Christoffel angetroffen werden:
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April 2010
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Sa 24.
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Fernsehsendung "Hopp de Bäse" SF1 18:45 zusammen mit Flori vom Christoffel Konsort
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Mai 2010
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Sa 1. / So 2.
Sa 8.19:00
Sa 15. 10:00
Sa 29. |
Historischer Mittelaltermarkt Rothrist
Niederwil Bankett Cendara-Larp
Historischer Handwerkermarkt Schloss Wellenberg
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Juni 2010
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Fr 18.
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Historischer Handwerker Markt Appenzell Link 1 Appenzell24.ch - Link 2
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Juli 2010
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Mo 26. 19:30
Fr 30. / Sa 31.
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August 2010
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So 1.
Fr 20.- So 22.
Sa 28. / So 29. |
Highland Games 2010 Fehraltdorf ZH
Mittelalterfest Schloss Liebegg BE
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September 2010
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So 5.
Sa 11.
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Historisches Museum Frauenfeld 10:00-17:00 Link1: Homepage Link2: Jahresprogramm
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| Minnesang |
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Bereichern Sie Ihr Fest mit Liebesliedern aus dem Mittelalter. Ob als Gaukler oder Poet, Christoffel wird mit seinen verschiedenen Programmen jeder Situation gerecht. Engagieren Sie ein Ensemble in der passenden Grösse, Solo bis Quartett
Das aktuelle Programm (2009/10) heisst "die Rapperswiler Minnesänger". Anfangs des 14. Jh lebten in Rapperswil 3 Minnesänger: der Burgherr Graf Wernher von Hohenberg, sein Stadtmarschall Albrecht und der Ritter Otto zum Turm. in der Manessischen Handschrift sind ihre Gedichte überliefert. Sie sind vertont mit den 700jährigen Melodien der Colmarer-, Jenaer- und Donaueschinger Handschriften und mit Melodien Neidharts von Reuenthal. |
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Goukeley
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..er weiss so manches zu erzählen... Episoden aus dem Leben des Grafen von Rapperswil und Ereignisse, die sich vielleicht ganz genau so zugetragen haben könnten.
Wye_der_salknecht_Rumpolt_dye tiufelin betwungen.pdf
Wye der stalknecht Rumpolt dye tiufelin betwungen.mp3
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...und falls man ihn zur Hochzeit
geschenkt bekommt, muss man ihn nicht mit nach Hause
nehmen...
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| Galerie | |||||||||||||||||||
| Ich habe Gewandung aus verschiedenen Epochen des Mittelalters. Sie werde laufend ergänzt und perfektioniert. Die Zeit um 1330 hab ich bisher am besten erforscht. | |||||||||||||||||||
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Gewandung AD1430 |
Wenn man nach Gehör besser treffen würde, wäre ich auch gerne Jäger geworden.
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Gewandung AD1480, man ist ja tolerant... |
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Gewandung AD1330 |
Feuerschlucker Mischa.
Ich gebe Ihnen gerne seine Telefonnummer. Alle Schlösser, die wir bisher zusammen besuchten, stehen noch.
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Gewandung AD1380 |
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| Schulkonzerte | ||||||||||||||||
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Konzert:
Dauer ca. 1 Stunde Es erklingen Lieder der drei Rapperswiler Minnesänger. Vorstellen der mittelalterlichen Instrumente Mittelhochdeutsch lernen |
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Christoffel erzählt aus dem Leben eines Niederen, der gerne ein Minnesänger wäre. Solche Menschen werden in den Geschichtsbüchern halt nicht erwähnt. Als Diener des berühmten Wernher von Homberg (*1280 +1318) Graf von Rapperswil hat er jedoch die Gründung der Eidgenossenschaft hautnah miterlebt. Wernher von Homberg war zu jener Zeit Reichsvogt in den Waldstätten und Herr über jene Schwyzer, die in die Schlacht bei Morgarten zogen.
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Workshops:
- Mittelalterliche Lieder singen und begleiten
- Maultrommel spielen (Klassensatz vorhanden)
- Bordungesang
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Die Instrumente
![]() Die Dreilochflöte ist einhändig spielbar. Sie ist deshalb in Kombination mit der Trommel oder als Doppelflöte anzutreffen. |
Das Rebec ist das älteste Streichinstrument Mitteleuropas |
![]() Der Korthold ist wie die Schalmei ein Doppelrohrblattinstrument, besitzt aber eine Windkapsel und ist sehr viel leiser
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Die Kuhhornflöte hat einen Klang ähnlich einer Okarina |
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Die Trommel ist wohl das älteste Instrument der Menschheit. |
![]() Die Maultrommel (Trümpy), welche erst in den vergangenen Jahren wieder entdeckt wurde, war im Mittelalter sehr verbreitet |
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Die Drehleier hat einen kehligen Ton und besitzt Bordunsaiten. Drehleier hören (1. Teil ohne Schnarre)
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Die Klangerzeugung erfolgt durch ein Rad, das wie ein Bogen an den Saiten vorbeistreicht. Auf dem Bild erkennt man deutlich die beiden Schnarren (weiss), die unter die Bordunsaiten geklemmt sind. |
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Hörbeispiele:
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Albrecht,
Marschall von Rapperswil:
aber
hüget mir den muot (live) Wizlav von Rügen: läubere risen (live) der Meissner: sundege Lust (Studioversion) Rudolf von Fenis: gewan ich ze minnen (Studioversion)
mehr Hörbeispiele siehe "Christoffel Konsort" |
![]() "Minne im Maien" Trifels Deutschland 2008 |
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Freunde:
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maerlifee.ch: die Märlierzählerin Iris Meyer, die ich manchmal begleiten darf Seegras, ein profunder Kenner der Szene (Mozilla benützen, weil Linux) Allerley, Mittelalterladen im Thurgau CH meine (Christoph Mächlers) Bio , meine Homepage www.basslabor.ch Musiktheater Dingo veranstaltet Minneturniere in ganz Deutschland Freywild CH Schaukampftruppe www.christoffelkonsort.ch Christoffels 5köfiges Ensemble Bunter Haufen aus Basel: Schaukampf, Animation, Workshops und Jonglage www.mirimah.com Tanzweib (Mittelalter, Bauchtanz und mehr) |
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Links:
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Minnesänger Uni Karlsruhe die höfische Dichtkunst des dt. Mittelalters Codex Manesse Uni Heidelberg vollständiger Urtext mit Miniaturen Gotische Fenster konstruieren. Für Mittelaltergeometrie-Freaks Kindheit im Mittelalter Uni Salzburg Investiturstreit der Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Macht (Wikipedia) Essen im Mittelalter: Rheingauer Huhn (Rezept) und mehr Communitas Monacensis tolle Reanacting-Site, auch wegen der Schnittmuster Musiknstrumente des Mittelalters (auf französisch) Mittelalterkalender MA-Events die Katharer eine der vielen Häretikerbewegungen (Wikipedia) |
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| Presse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hier gehts zur Sendung "Hopp de Bäse" vom 24. April 2010
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Der folgende Artikel erschien in der Zürichseezeitung am Sa, 19. Sept 09 |
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Siebnen/Rapperswil Berufsmusiker Christoph Mächler ist in Moderne und Mittelalter zu Hause Im Wechsel zwischen den Zeiten Der Siebner Berufsmusiker und Musiklehrer Christoph Mächler lebt seine Vorliebe für Musik aus dem Mittelalter mit mehreren Projekten aus. Frieda Suter Die grössten Projekte von Christoph Mächler im Bereich des Mittelalters sind das Christoffel-Konsort und die Vorarbeiten für das auf September 2010 geplante Musiktheater «Der letzte Graf von Rapperswil». Auftritte als Minnesänger Christoffel vom Hengstacker, als Wanderprediger oder Anwerber von Reisläufern an Mittelalterfesten und immer wieder spezielle Einzelaktionen (zum Beispiel an Hochzeiten) gehören ebenfalls in diese Sparte. Der Berufsmusiker mit Jazz-Ausbildung arbeitet zudem seit zehn Jahren als Musiklehrer an der Oberstufe in Lachen und neu auch in Buttikon. Als Bassist ist er in der Hanneli-Musik, in der Volksmusik-Formation Fürschi, im Trio mit seinen Geschwistern Bettina und Florian unter dem Namen Mc Lears oder auch als Aushilfe in anderen Formationen unterwegs. Mit seinem breit gefächerten musikalischen Hintergrund ist Christoph Mächler auch für Studioaufnahmen gefragt. Immer neue Ideen Die Sommerferien nutzt Christoph Mächler, um seine Mittelalter-Garderobe zu perfektionieren und zu ergänzen. «Ich habe ein Tragmeissli (Tragegestell) so ergänzt, dass ich alle Instrumente darauf laden und bei den Auftritten mittragen kann», sagt er. Zudem fertigte er sich aus der Klinge eines Armee-Bajonnetts einen Dolch. «Dieser ergänzt das Kostüm. Im Mittelalter hatte der Dolch etwa die gleiche Bedeutung wie heute die Krawatte», erklärt Christoph Mächler. Auch ein «Original»-Essbesteck entstand. Seine Auftritte sollen immer perfekter und realitätsnaher werden. Das Solorepertoire von «Christoffel» umfasst Instrumentalstücke und mittelhochdeutsche Lieder aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Zu einem Highlight dürfte am 17. Oktober die Teilnahme an einem internationalen Minnesänger-Wettstreit in Braunschweig werden. Die Stadt feiert das 1000-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Mittelalterfest und dem entsprechenden musikalischen Wettbewerb. Box: Realer Hintergrund «Der letzte Graf von Rapperswil», das Theater mit mittelalterlicher Musik, das im September 2010 aufgeführt werden soll, hat geschichtlichen Hintergrund. Der historisch gut belegte Minnesänger Wernher von Homberg war nicht nur Graf von Alt- und Neu-Rapperswil (Altendorf, Rapperswil), Reichsvogt der Waldstätte, Söldnerführer im Dienste König Heinrichs VII., sondern auch der lachende Dritte bei der Schlacht von Morgarten und Adressat des heute als Rütlibrief bekannten Dokumentes, das für die Gründungsurkunde der Eidgenossenschaft gehalten wird. (e)
Bildlegende: Christoph Mächler ist als Minnesänger Christoffel vom Hengstacker in verschiedenen Projekten aktiv. (Frieda Suter)
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Im Konsort zu dritt unterwegs Christoph Mächlers Lieblingsprojekt ist derzeit das Christoffel-Konsort. Christoph Mächler tritt mit Stimme, Drehleier, Rebec und weiteren Instrumenten auf. Das Christoffel-Kostüm entspricht Gewändern aus der Zeit um 1480. Mit dabei sind zudem die beiden Berufsmusiker Dolores Rauter (Harfe) und Peter Immanuel Krafft (Flöten). Zu dritt wird vor allem in historischen Städtchen, in Gassen, Kirchen oder an Anlässen musiziert und szenisch ins Mittelater zurückgeblendet. Das Repertoire enthält Minnelieder von Walther von der Voglweide bis Oswald von Wolkenstein und Instrumentalstücke. Damit die Texte authentisch sind, wurde für die Aussprache ein Linguist beigezogen. Die Melodien stammen vorwiegend aus der Jenaer, der Donaueschinger, der Manesse-Handschrift und der «Carmina Burana». «Interessant sind auch norditalienische Melodien aus dem 14. Jahrhundert», sagt Christoph Mächler. Damals habe der provencalische Minnesang letztmals aufgelebt. Aus der Sicht des Dieners Seit einiger Zeit wird im ChristoffelKonsort am Theaterstück «Der letzte Graf von Rapperswil» gearbeitet. Dafür taucht Christoffel noch einmal 200 Jahre tiefer in die Zeitgeschichte. Er liess sich ein Kleid nähen, das in der Epoche von Christoffel aktuell war. Mit Witz und Charme erzählen die Musiker die Geschichte des letzten Grafen von Rapperswil aus der Sicht des Dieners Christoffel. Dieser hatte sich nach der Auflösung der Herrschaft von Rapperswil in die weite Welt aufmachen müssen. Stets auf der Suche nach den angenehmen Seiten des Lebens zog er von Burg zu Burg. Im Gepäck nicht nur die Lieder seines früheren Herrn, sondern auch gleich noch dessen Lebensgeschichte (siehe Box). So klopft Christoffel eines Tages an die Tür des Burgherren Konrad. Dieser schätzt an den langen Winterabenden die aufheiternde Abwechslung. Einzige Sorge ist, dass er er seine Tochter Lena noch nicht unter die Haube gebracht hat. Christoffel wäre kein guter Minnesänger, wenn ihm da nichts einfallen würde … Man darf somit auf die Endfassung des musikalischen Bühnenspektakels gespannt sein. Für Idee, Musik und Recherche zeichnet Christoph Mächler verantwortlich, für Text und Regie Roland Ulrich. Infozeile: Informationen unter www.minnesang.ch
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| Kontakt | |||||||||||||||||||
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Christoph Mächler Zürcherstrasse 42 a 8854 Siebnen
055 440 91 05 079 279 32 14
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| Europäisches Minnesangfestival Braunschweig 16. - 18. Oktober 2009 | |||||||||||||||||||||
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Christoffel durfte zwei Lieder zum Besten geben: von Walther von der Vogelweide "Ich saz uf einem Steine" und von Rudolf von Fenis- Neuenburg "gewan ich ze minnen".
Dabei zeigte sich, dass er den Vergleich im internationalen Musikgeschehen nicht zu scheuen braucht.
Obgleich aus tiefstem Herzen gesungen und geflötet, bezwang er doch das Herz der Hohen Dame nicht. Diese vergab ihre Gunst dem Ritter Davide aus der Lombardei.
Dennoch fiel der Glanz des Kaiserhofes auf unseren Schweizer zurück, darf er sich doch nunmehr zu den besten Sängern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zählen.
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Es sollte an dieser Stelle nicht
unerwähnt bleiben, dass auch die Bewirtung höfeschliche ward und die
Bleibe ihre 4 Sterne vollauf verdiente.
Auch zeigte sich der Kaiser mit dem Entgelt überaus grosszügig. |
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Videos: Die Site der Stadt Braunschweig zum Internationaler Sängerkrieg |
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| aktuell | ||||||||||||||||||||
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Auftritte siehe Veranstaltungskalender
Nov 2009 Das Bundesbriefarchiv sollte doch eigentlich nach Rapperswil verlegt werden, weil dieses Dokument gemäss neuerer Forschung für Wernher von Homberg, Graf von Rapperswil, erstellt wurde. Das behaupte ich jedenfalls in den Obersee-Nachrichten vom 18. Nov 2009.
April 2010 Christoffel auf SF1 Am 24. April 2010 waren Christoffel und Florian bei Kurt Zurfluh in der Sendung "Hopp de Bäse" zu Gast.
Mai 2010 Neue Mitmusiker im Christoffel Konsort Wir freuen uns, im Konsort ab 2010 einige neue Mitmusiker begrüssen zu dürfen: Florian Mächler, Kurzhalslaute und Trommel Patrick Watanabe, Percussion Chiara Pedrazetti, Harfe
Aug 2010 Plattenvertrag mit Zytglogge- Verlag Im Herbst 2010 wird die CD "die Minnesänger von Rapperswil" erscheinen. Die CD wird im Basslabor Studio Siebnen produziert und von Zytglogge vertrieben.
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| Lebenslauf Christoffels vom Hengstacker | |||||||||||||||||||||||
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Danke, dass Sie mich hereingelassen haben. Erlauben Sie mir, mich
vorzustellen: Mein Name ist Christoffel, Christoffel vom Hengstacker.
Erlauben Sie, dass ich mich setze? Meine Füsse tun mir weh. Ich möchte
ja nicht unverschämt sein. Hätten Sie vielleicht einen Teller Suppe für
einen müden Wanderer? Ich muss zwar sagen, dass ich sie nicht bezahlen
kann, und auch zum Tauschen hab ich nichts. Was jedoch nicht heisst,
dass ich mit leeren Händen komme. Dinge habe ich im Gepäck, wertvolle
Dinge. Ich teile sie gerne mit Ihnen. Geben ist ja seliger denn nehmen,
bekanntlich. Sie werden noch staunen. Danke für die Suppe. Sie sind so
gut zu mir. Vergelts Gott. Soviel Edelmut labt mir mein darbendes Herz.
Es gibt ihn immer weniger heutzutage.
...und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass das nicht immer so war? Glauben Sie mir, so Leute wie Sie gab es viele früher, als die Welt noch besser war. Und ich weiss, von was ich rede. Ihre Kemenate hier erinnert mich an Aachen, als ich für König Heinrich sang. Heinrich der siebte. Wie, sie glauben mir nicht? Ist mir wohl mein Abenteurerleben mit seinen Gefahren und Fährnissen schon so arg beigekommen, dass selbst ein Ritter mit so edler Gesinnung den Hoeveschlichen nicht erkennt, wenn er vor ihm steht...sitzt? (erhebt sich, stützt sich aber sogleich ab und fasst sich an die Lende) Dawar eben dieser Armbrustbolzen bei der Belagerung. Brescia. Ich war im Tross des Königs. Aber zum Schluss haben wir die Stadt doch eingenommen. Sie sollten die ganze Geschichte hören. Ich erzähle Sie Ihnen gerne.
Heinrich der Siebte! Was für ein König! Und
fast auch noch Kaiser des heiligen Römischen Reiches, Wie Karl vor ihm.
Die Lompardey hatte er schon fast in der Tasche, als ihn die Malaria
weggerafft. Was für ein tugendhafter Mensch! Er gab alles hin für uns,
selbst sein eigenes Leben. Wahrlich, geben ist seliger denn... Dürfte
ich wohl in aller Bescheidenheit um einen Becher Wein bitten? Mein Herr, Wernher von Hohenberg, sie haben sicherlich schon von ihm gehört, Reichsvogt über die Waldstätte, Erbe der Rapperswiler Ländereien am oberen Zürichsee, und darüber hinaus – einer der begnadetsten Minnesänger seiner Zeit, er stand eigentlich hinter all diesen Siegen. Und hinter ihm stand ich. In aller Bescheidenheit. – doch, doch, schenke sie nur nach – ich habe ihm die Satteltaschen geflickt und den Harnisch mit Schachtelhalm abgerieben, sein Schwert geschärft, die Lederriemen gewachst... Was vermag der stärkste Schwertarm auszurichten, wenn er eine stumpfe Klinge aus einer löchrigen Scheide zieht?
Nun, angefangen hatte alles auf einer der
unzähligen Flussinseln, um die sich die Wägitaler Aa auf ihrem Weg
schlängelt, bevor sie sich in den Zürichsee ergiesst.
Obwohl es uns für bäuerliche
Verhältnisse gut ging, denn die Wiesen waren fett und die Flussarme
fischreich, waren wir doch dem Unbill der Natur und ihrer
Unberechenbarkeit ausgesetzt. Und wenn der Fluss, launisch wie er war,
über die Ufer trat, konnte es vorkommen, dass die Vorräte kaum reichten,
um uns durch den Winter zu bringen.Als Grossvater der Habsburger
Herrschaft noch Pferde liefern konnte, da waren die Zeiten besser gewesen.
Doch das war vor Jahren, denn seit Rudolfs Tod hatten die Rapperswiler
zusehends Land verkaufen müssen. Dabei
war es doch keine hundert Jahre her, dass man am jenseitigen Ufer
des Sees sich eine neue Burg erbaut hatte.Doch
wir waren zufrieden mit dem, was sie hatten und manchmal, nach einem
langen Arbeitstag, nahm Vater seine Flöte und spielte die Weisen, die
Grossvater einst von grosser Fahrt mitgebracht hatte. |
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Jedes Jahr zu Martini machten wir uns den Fluss hinab auf den Weg zum Markt nach Rapperswil. Während unsere Eltern trotz der Novemberkälte unter ihren Lasten schwitzten, trieben wir Kinder tanzend und singend ein Schwein vor uns her. Ich sollte in der Rosenstadt bleiben; ich war bei Albrecht, dem Marschall von Rapperswil verdingt worden. Als wir gegen Mittag durch das Hafentor schifften, hörten sie schon von weitem die Fischer ihre Ware anpreisen.
Auf dem Hauptplatz herrschte ein
buntes Treiben. Die ganze Grafschaft war zusammen gekommen; die in teure
Stoffe gekleideten hohen Herren, Bauern mit ihrem Vieh, aber auch weniger
willkommene Gäste, allen voran die Rauhbeine aus den nahen Alpen, die
weder sich den roten Bart schoren, noch ohne Halbarte auch nur einen
Schritt aus dem Haus gingen. Die teutschen Händler machten keinen Hehl
aus ihrem Argwohn über dieses wilde Volk, das sich scheinbar die Zeit am
liebsten mit Schlägereien vertrieb. Doch im Moment noch wurde in den
Schänken der Stadt überall getanzt und gesungen. Voller Spannung
erwartete ich das neue Leben, das heute begann.
Beim Marschall. Ich wurde freundlich aufgenommen in meinem neuen Zuhause und hatte bald neue Spielkameraden gefunden. Der Marschall war ein vornehmer Mann, stets sauber gekleidet und freundlich zu allen Leuten. Ich wartete ihm häufig auf, wenn in der herrschaftlichen Stube der Tisch mit Pergamenten bedeckt war und er mit Federkiel und Tintenfass bewaffnet arbeitete. Albrecht sagte, er würde mir noch das Lesen und schreiben beibringen und die italienische Kunst der Buchführung. Das hatte er Vater versprochen. Doch im Moment noch bestand meine Arbeit hauptsächlich darin, in der herrschaftlichen Stube still an der Wand zu warten, bis meine Dienste benötigt wurden. Dann brachte ich dem Marschall Speisen und Getränke oder weckte ihn, wenn er über seiner Arbeit eingeschlafen war. Wernher von Hohenberg, der Graf zu Rapperswil war oft bei Marschalls zugegen. Trotz seines jugendlichen Alters war er eine imposante Erscheinung mit aufbrausendem Temperament. |
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Ich musste den beiden die Lieder vorsingen, die mir der Marschall diktiert hatte. Besonders der Graf fand Gefallen daran und liess mir eine Fiedel geben, auf der ich nun jeden Tag zu üben hatte. Später liess er mich auch aufs Schloss rufen um an der gräflichen Tafel die Gäste zu unterhalten. Seit vor vielen Jahren der verstorbene Graf Ludwig von Homberg seine eigenen Minesteriale eingesetzt hatte, als er das Rapperswiler Erbe antrat, unterstand der eingesessenen Marschallsfamilie nur noch das Gebiet am oberen Zürichsee. Sobald ich gut genug schreiben konnte durfte ich ihn auf seinen Dienstreisen begleiten und führte die Listen nach. Einmal kamen wir nach nach Tuggen, einem Fischerdorf am Fuss des Buchbergs. Für mich war hier die Welt zu Ende. Als ich fragte, wer denn jenseits der Ebene leben würde, antwortete der Marschall, dort seien die Romanen, deren Sprache ja doch niemand verstehen würde. Unterwegs besuchten wir meine Familie. Albrecht hatte für alle Schuhe machen lassen, ein kostbares Geschenk für eine Bauernfamilie. Der junge Graf Wernher hatte mich schon immer sehr beeindruckt mit seiner Art. Es freute mich daher sehr, dass ich nun öfters meinen Dienst oben im Schloss zu tun hatte. Wernher hatte fünf Geschwister. |
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Der jüngste Bub, Ludwig, war in meinem Alter. Ich mochte sie eigentlich alle, sofern man sich als Diener das erlauben darf, mit Ausnahme von Cäzilia. Sie war doch recht herablassend und pedantisch zu uns Gesinde. Irgendwann dann wurde sie ins Kloster geschickt. Geschah ihr recht, fand ich. Soviel ich weiss, ist sie mittlerweile Aebtissin geworden, was mich nicht wundert. Auch wenn ich meinen Herrn Wernher sehr liebte, so musste ich doch auch recht viel leiden für ihn. Seis dass er etwas ausgefressen hatte -sein unbeugsamer Charakter forderte meiner wohl grösseren Tribut als von manchem anderen Prügelknaben- seis als Partner beim Fechten. Wernhers Stiefvater Rudolf von Habsburg-Lauffenburg sorgte persönlich für eine gründliche Ausbildung des einstigen Heerführers. Im Alter von 21 Jahren schloss Wernher sich dem Deutschritterorden an und begab sich auf Grosse Fahrt nach Preussen. Ueber ein Jahr lang blieb er weg. Für diese Zeit befahl man mich zurück ins Haus des Marschalls. Wernher war wieder heimgekehrt Die Fahrt hatte ihn erwachsen gemacht. Schön wie ein Falke kam er an der Spitze des Trosses über die Zugbrücke und den Zwinger herauf geritten, in gleissender Rüstung und dem schwarzen Kreuz des Deutschordens auf dem Schild. Er hatte sich bewährt in den Schlachten und war zum Ritter geschlagen worden. Rudolf persönlich half seinem Stiefsohn vom Ross herunter und führte ihn in die Burg. Im Jahr darauf kam ein Bote des Königs. Heinrich VII hatte von den Taten des jungen Deutschritters gehört und befahl ihn zu sich nach Aachen. Das hat mich nicht verwundert. Wernher wäre ja schon aufgrund seines Blutes in den Ritterstand erhoben worden. Unter uns. Man weiss ja, was die Sorte Ritter Wert ist. Turnierpfauen, allesamt. Wissen nachher ganz genau, wie die Schlacht herging. |
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Wahrscheinlich vom Berg heruntergeschaut, als das Gemetzel losging. So einer teuren Rüstung muss man halt Sorge tragen. Was würde denn die Frau Mutter dazu sagen, wenn man verbeult nach Hause käme! Aber wenn einer zum Ritter geschlagen wird, weil er sich im Gefecht bewährt hat, ist das schon etwas ganz anderes. Und der von Homberg war so einer.
In Aachen bei
Heinrich VII
So
machten wir uns auf den Weg nach Aachen. Im Tross war auch der Ritter Otto
zum Turm. Er war ein schweigsamer Mensch, ich glaube, ich habe ihn mehr
singen hören als reden. Vermutlich war er damals in Trauer, denn er trug
damals einen Bart, den er sich erst schor, als er vor den König trat.
Meinem Herrn musste ich ein neues Zimier machen, einen Schwanenkopf. Das
ist nicht so einfach, sag ich Ihnen. Man braucht dazu mindestens zwei
Schwäne. Den Kopf des ersten legt man samt hals und Schulter einige
Monate in einen Ameisenhaufen, bis nur noch der Schädel und die Knochen
übrig sind. Dann versteift man mit Pech und Weidenruten den Hals. Die
grünen Weidenruten wässert man zwei Tage und flicht sie dann um den
Knochen. Das ist das Schwierige am Ganzen. Die bleiben erst in der Form,
wenn sie trocken sind. Aber ich hab da so meine Tricks. War ja auch nicht
das erste Schwanen-Zimier von mir. Ich spann sie mit Lederriemen auf ein
Brett, das ich in die Form geschnitzt habe. Nach ein paar Wochen, wenn das
Ganze trocken und leicht ist, behält es dann auch die Form. Dann kommen
die Federn. Je mehr, desto besser, hab ich gemerkt. Es muss also ein
Weisser Schwan sein. Die dunkeln sind nur gut für den Spiess, aber wenn
man weiss wie, lässt sich auch aus einem weissen noch eine anständige
Suppe machen oder ein Ragout, man muss ihn halt einfach lange kochen, aber
nicht zu heiss, sonst wird das Fleisch trocken. Also Federn kann man nicht
genug nehmen. Und so ein Ragout aus zwei Schwänen reicht für sicherlich
acht, je nachdem, ob man noch Rüben hat oder nicht. Und Rosmarin brauchts,
ich hab mal eine Staude aus Italien mitgebracht. Wernher mochte den auch.
Ach ja, die Federn. Die Klebt man lagenweise aufs Gestell um den hals und
verschnürt ihn kräftig. Auf keinen Fall Leder nehmen dazu. Sonst fällt
das Ganze auseinander, wenn’s regnet. Am Schwierigsten ist der Kopf. Da nehm ich’s aus dem Untergefieder, aber nicht Daunen, so
mehr die kurzen in der Mitte. Und Vogelleim.
Das
hält. Und auch wieder gut verschnüren, bis es trocken ist. Und das
Ragout erst am Schluss salzen, sonst wird’s zäh. |
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Der
König Heinrich der Siebente hat uns auch so fürstlich bewirtet. Das ist
eben ein Mann von Welt, wie Ihr, Peter Burgherr! Hat meinem Wernher von
Homberg aufgetragen, er möge im Talkessel von Schwyz und den Waldstätten
ein Heer ausheben für die Lumpardei. Dreitausend! Das ist viel (und
teuer)! Und Wernher hat höfeschlich zugesagt und gedankt. Steuern gabs da
ja wohl keine einzutreiben in den Tälern. Aber Söldner haben die, die
lassen Dir das Blut in den Adern erstarren bei ihrem Anblick. Stämmig
sind sie und mit Halbarten bewaffnet und falls sies überleben, kommen sie
mit Bidenhändern wieder zurück. Es sei denn, einer habe das Schwert und den
Helm schon vom Vater. Zum Reichsvogt hat er ihn auch gleich gemacht. Und
gleich mal ein paar Schilling springen lassen. |
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1310 im königlichen Tross nach Italien Im Oktober machten wir uns dann auf den Weg nach Italien. Ich bin Seite an Seite geritten mit König Heinrich, Wernher von Homberg, dem Grafen Rudolf und Otto zum Turm. Und Herzog Leopold war auch mit dabei. Darf ich fragen, wie Sie zu ihm stehen, seit Ludwig der Bayer auf dem Thron ist, meine ich? Aha. Unter uns, das ist eine ganz abgekochte Sau. Vornherum sich einschmeicheln beim König. Aber wir wussten natürlich ganz genau, dass der –hintenrum- viel lieber seinen groosen Bruder, Friedrich den Schönen auf dem Thron gesehen hätte. Dann hätte er selber nämlich das sagen gehabt. Ja, hintenrum triffts genau, der Arsch. Hat mich behandelt wie den letzten Dreck. Ein edler Herr geht anständiger um mit dem Gesinde, erst recht, wenn es schreiben kann und Zimiere flechten.
Morgarten Nov 1315 Ich mag die Schwyzer. Sie sind von einem rauen Schlag, aber ihre Geschichten sind gut. Wie gerne hätte ich mich ihnen damals angeschlossen und in fernen Ländern Abenteuer erlebt. Auch wenn manchem eine Hand oder ein Auge fehlte. So etwas gehört dazu beim Ryslaufen. Wie gesagt, ich hab mich immer gut verstanden mit denen. Aber diesmal waren sie einfach zu weit gegangen. Waren mir nichts, dir nichts nach Einsiedeln marschiert und hatten dort das Kloster geplündert und sogar einige Mönche mitgenommen. Die hatten sie zwar bald wieder auf freien Fuss gesetzt, aber trotzdem. Sie müssen wissen, das Kloster Einsiedeln steht unter Habsburger Schutz. Und wenn auch die Pfaffen ihr Vieh unterm Zaun durchgrasen liessen, interessierte die Habsburger das wenig. Wenn man bedenkt, was das für ein Licht auf uns Rapperswiler warf! Es waren doch immerhin unsere Schwyzer, die da geweihte Erde geschändet hatten. Als die Nachricht kam, hatte ich gerade Dienst auf der Burg. Ich werde nie verstehen können, weshalb die Herrschaft daraufhin den besten Wein aus dem Keller bringen liess und den Boten, der sich übrigens gewiss seit Monaten nicht gewaschen hatte, nicht nur fürstlich bewirtete, sondern andertags, nachdem alle ihre Räusche ausgeschlafen hatten, mit einem Glückwunschpergament zurück in die inneren Lande schickten. Noch Tage danach waren Wernher und sein Stiefvater Rudolf bester Laune und voller Tatendrang. Man müsste meinen, als Minnesängerist man Zeit Lebens nur unglücklich verliebt. Aber das muss nicht für alle gelten. Mindestens für meinen Herrn nicht. Anno Domini 1315 heiratete Wernher eben die Frau, die er viele Jahre lang vergeblich liebte und der er seine Liebe obendrein erst nach dem Tod seines Stiefvaters im offen zeigen durfte. Maria von Oettelfingen, bildschön und dreizehn Jahre jünger als Wernher von Homberg, |
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war
als Gemahlin Rudolfs nämlich dessen Stiefmutter gewesen. Wenn Sie mich
fragen, hatte sie schon längere Zeit ein Auge auf den jungen
Deutschritter geworfen. Zur
Hochzeit waren über100 weitgereiste Gäste geladen. Unsere kleine Stadt
quoll über von all den Gästen, deshalb mussten viele ausserhalb in
Zelten untergebracht werden. Ausgelassen feierten wir eine ganze Woche
mit gutem Essen, Wein, Weibern und einem Turnier zu Ehren der Hohen
Dame. Auch der Bischof von Konstanz war unter den Gästen, um die Trauung
zu vollziehen. Und als im folgenden Sommer verkündet wurde, die Gräfin
sei in guter Hoffnung (mein Herr war eben ein ganzer Kerl), schien der
hoffnungsvollen Zukunft auch des Hauses nichts im Wege zu stehen. |
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Italienfahrt 1318 und Tod vor Genua 1320 Im März 1319 brachen wir erneut nach Italien auf. Der Feldzug verlief recht erfolgreich, doch dann fand 1320 mein von allen geliebter Graf vor Genua den Tod. Man hat schon gehört, dass er an Malaria gestorben sei, aber dass stimmt nicht. Fragen Sie mich, wenn Sie`s genau wissen wollen! Denn ich war bei ihm und hab ihn seine Wunden versorgt, die er sich in heldenhaftem Kampf zugezogen hatte. Wie er auf dem Sterbebett lag, rief er mich zu sich und sagte mir mit versagender Stimme „Christoffel“,sagte er, „Christoffel, mein treuer Diener! Hast Du all meine Lieder aufgeschrieben?“ – „Ja, mein Herr“, gab ich ihm zur Antwort, „es fehlt nicht eines.“ – „So gehe zurück in die Heimat und bringe sie dem Herrn Rüdiger Manesse in Zürich, damit er`s in seine Sammlung aufnehme!“ Der Graf hatte seinen Sohn Wernli nie richtig kennengelernt, und als dieser mit nur acht Jahren von Gott zu Sich berufen wurde, starb die Linie aus. Ich werde den Anblick des Trauerzugs nie vergessen können, allen voran das gräfliche Wappen mit der Spitze nach unten. |
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Da wurde es Zeit für mich zu gehen. Denn nun sitzt Johann, dieser Tunichtgut auf Wernhers Stuhl. So einen will ich nicht Graf nennen, auch wenn er`s dem Blute nach ist.
Hats noch Wein...?
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| Das Christoffel Konsort | ||||||||||||||||||||
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Die Berufsmusiker Christoph Mächler (Stimme, Drehleier, Rebec, Flöten, Trommel) Chiara Pedrazzetti (Harfe) Peter Immanuel Krafft (Flöten) Florian Mächler (Kurzhalslaute, Trommel) und Partick Watanabe (Percussion) sind zusammen das Christoffel Konsort. |
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Je nachdem, welche Besetzung gefragt ist, treten sie im Duo auf bis hin zum Quintett. Das Repertoire umfasst Minnelieder aus der Zeit des Hoch- und Spätmittelalters von Walther von der Vogelweide bis Oswald von Wolkenstein und Instrumentalstücke aus Italien und Frankreich.
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Christoph Mächler (Stimme, Drehleier, Rebec, Flöten, Trommel) Berufsstudium (Kontrabass) an der Jazzschule St Gallen und der Schule für Musik und Theater (HMTZ) in Zürich |
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| Florian Mächler (Kurzhalslaute, Trommel) Berufsstudium an der Jazzschule Luzern (Gitarre, Konzertreife)
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Peter Immanuel Krafft (Flöten)
Studium in Salzburg und Wien z.Z Dozent am Mozarteum in Salzburg |
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Chiara Pedrazzetti rfe) Studentin (Harfe) am Konservatorium in Zürich
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Patrick Watanabe (Percussion) Berufsstudium (Drums) an der Jazzschule St Gallen |
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Musikbeispiele: (Mitschnitte von Proben; CD-Release im August 2010)
Wernher von Homberg (1282-1320) Graf von Rapperswil: mit urlob wil ich scheiden von dem lande
Otto zum Turm, Ritter im Dienste Wernhers: owe mins hertzen wunden (Intro-Gedicht von Wernher von Homberg)
Instrumental: saltarello1(ital 14.Jh)
Ulrich von Singenberg (1. Hälfte 13.Jh) Truchsess zu St Gallen:
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| Christoffel am Fernsehen | |||||||||||||||||||
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Am 24. April 2010 war Christoffel vom Hengstacker Gast in der Samstagabend - Sendung "Hopp de Bäse" mit Kurt Zurfluh.
Produziert wurde im Casino Interlaken, etwa einen Monat im Voraus. Die Brüder Florian und Christoph Mächler sind im Verlaufe der Sendung auch mit ihren Hauptinstrumenten Gitarre und Bass zu sehen, als Begleitband des Maultrommelspielers Sandro Friedrich.
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